Über OPAL
OPAL: Open Albanian Research Map
Das Hauptziel der OPAL-Plattform besteht darin, die wissenschaftliche albanische Diaspora zu vernetzen und ihr wissenschaftliches Potenzial durch eine offene, transparente und inklusive digitale Plattform sichtbar zu machen.
In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Verzeichnisse und Datenbanken mit Expertinnen, Experten sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der albanischen wissenschaftlichen Diaspora erstellt. Die meisten dieser Datensammlungen verbleiben jedoch innerhalb der Organisationen, staatlichen Institutionen, Hochschulen oder anderer Einrichtungen, die sie aufgebaut und verwaltet haben. Der Mangel an Transparenz sowie die eingeschränkte Zugänglichkeit dieser Informationen begrenzen das Potenzial eines offenen und umfassenden wissenschaftlichen Netzwerks erheblich. Ein solcher Ansatz steht zudem im Widerspruch zu den grundlegenden Prinzipien moderner Wissenschaft, die auf Zusammenarbeit, Wissensaustausch, Transparenz und Open Science beruhen.
Die Abschottung dieser Datenbanken führt dazu, dass selbst die darin registrierten Forschenden häufig keine Kenntnis voneinander, ihren Fachgebieten oder ihren wissenschaftlichen Interessen haben. Dadurch bleiben wertvolle Möglichkeiten zur Anbahnung neuer Kooperationen, zur Entwicklung gemeinsamer Forschungsprojekte und zum Aufbau nachhaltiger wissenschaftlicher Netzwerke ungenutzt. In einigen Fällen werden diese Datenbanken als exklusive Ressourcen der jeweiligen Organisationen betrachtet und lediglich zur Auswahl von Personen für bestimmte Veranstaltungen oder Aktivitäten genutzt. Eine solche Praxis mindert ihren strategischen Wert erheblich und verhindert eine optimale Nutzung ihres Potenzials zur Förderung wissenschaftlicher und akademischer Zusammenarbeit.
Transparenz, Kooperation und wissenschaftliche Vernetzung gehören zu den zentralen Grundprinzipien erfolgreicher Forschung. Vor diesem Hintergrund verfolgt die OPAL-Plattform das Ziel, ein offenes Umfeld zu schaffen, in dem albanische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler -- unabhängig von ihrem Wohn- oder Arbeitsort -- geeignete Partnerinnen und Partner für Forschungsprojekte finden, Wissen und Expertise austauschen, langfristige Kooperationen aufbauen und zur Weiterentwicklung des albanischen Wissenschaftssystems beitragen können. Darüber hinaus dient die Plattform als Instrument des Wissenstransfers sowie der Koordination wissenschaftlicher und akademischer Zusammenarbeit zwischen der albanischen wissenschaftlichen Diaspora und Hochschul- sowie Forschungseinrichtungen im albanischsprachigen Raum.
Die ursprüngliche Idee zur Einrichtung eines Registers der albanischen wissenschaftlichen Diaspora, das zunächst rund einhundert Forschende umfassen sollte, entstand aus den Diskussionen im Rahmen der „Münchner Treffen“. Im Mittelpunkt dieser Gespräche standen Konzepte und Mechanismen zur Stärkung der albanischen wissenschaftlichen Diaspora sowie zur Schaffung einer nachhaltigen Infrastruktur für die Zusammenarbeit zwischen albanischen Forschenden im Ausland und ihren Kolleginnen und Kollegen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Albanien, Kosovo und dem gesamten albanischsprachigen Raum.
OPAL ist ein Projekt, das vom Rat der Albanischen Wissenschaftlichen Diaspora unterstützt wird. Es wird von der Gesellschaft Albanischer Akademiker DIJA e.V. entwickelt und koordiniert und in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut „Alb-Shkenca“ umgesetzt. OPAL ist ein gemeinsames Projekt und Produkt der Gesellschaft DIJA und des Instituts Alb-Shkenca.
Die Bedeutung des Namens OPAL
Der Begriff "Opal" bezog sich historisch auf einen Edelstein und hat eine etwa 3.500 Jahre alte Geschichte (ca. 1.500 v. Chr.). Er stammt vom Sanskrit-Wort "upala", das die Römer als "opalus" übernahmen.Der Gelehrte Plinius der Ältere beschrieb den Namen als "die Vereinigung der Schönheit vieler Edelsteine in einem".
In ähnlicher Weise soll die Plattform OPAL (Open Albanian Research Map) einen wesentlichen Beitrag zur nationalen Wissenschaft und Hochschulbildung leisten. Sie vereint auf offene und transparente Weise die herausragenden wissenschaftlichen Talente unserer Nation, unabhängig von ihrem aktuellen Wohn- und Arbeitsort.
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Dr. Eshref Januzaj, München, Deutschland
Vorsitzender der Gesellschaft DIJA
Stellvertretender Generaldirektor des Instituts Alb-Shkenca
Kontakt: Hier klicken